Wer glaubt, dass man für echte Weihnachtsstimmung bis zum ersten Schneefall warten muss, der war noch nie in Lappland. Im September 2020 haben wir uns auf den Weg nach Rovaniemi gemacht, direkt an den Polarkreis. Die Überraschung: Auch ohne Schlittenwetter und Rentierfelle im Schnee ist der Zauber hier lebendig.
Herbstgold am Polarkreis: Die „Ruska“-Zeit
Der September in Lappland ist magisch. Während man in Deutschland vielleicht noch dem Sommer hinterhertrauert, leuchtet hier alles in der sogenannten Ruska – der finnischen Herbstfärbung. Die Wälder brennen förmlich in Orange, Rot und Gold. Bei milden Temperaturen lässt es sich wunderbar wandern, und das Beste: Man hat die Natur fast für sich allein.
Das Weihnachtsmanndorf: 365 Tage Bescherung
Sobald man das offizielle Weihnachtsmanndorf (Santa Claus Village) betritt, vergisst man den Kalender.
Weihnachtslieder im Spätsommer: Aus den Lautsprechern klingen sanft die Klassiker wie „Jingle Bells“, während man draußen noch im dünnen Pullover spazieren kann.
Der Polarkreis: Ein absolutes Muss ist das Überqueren der markierten Linie des Polarkreises (66^{\circ} 33^{\prime} 45.9^{\prime\prime} nördlicher Breite), die mitten durch das Dorf verläuft. Im September kann man das perfekte Foto machen, ohne in einer Schlange aus hunderten Touristen zu stehen.
Audienz beim Chef: Ja, der Weihnachtsmann ist da! Auch im September nimmt er sich Zeit für seine Gäste. Es hat etwas herrlich Skurriles, ihm in Wanderschuhen gegenüberzusitzen und über die kommenden Wünsche zu plaudern.
Post vom Nordpol – schon im Herbst
Im Hauptpostamt des Weihnachtsmanns herrscht das ganze Jahr über Hochbetrieb. Wir haben die Gelegenheit genutzt, unsere Weihnachtskarten schon im September zu schreiben. Das Besondere: Man kann sie in den roten Briefkasten werfen, dann werden sie erst pünktlich zum Fest im Dezember mit dem begehrten Sonderstempel des Polarkreises verschickt.