Im März 2026 haben wir uns auf den Weg gemacht, um den Priwall bei Travemünde zu erkunden. Was heute ein beliebtes Ziel für Strandspaziergänger und Naturliebhaber ist, war Jahrzehnte lang ein Brennpunkt der Weltpolitik.
Ein Ort mit Vergangenheit: Die ehemalige Grenze
Der Priwall war während der deutschen Teilung ein Unikum. Als Halbinsel gehörte er zu West-Berlin (Schleswig-Holstein), war aber auf dem Landweg nur über das Staatsgebiet der DDR (Mecklenburg-Vorpommern) erreichbar.
- Die Grenzlinie: Die Grenze verlief direkt am östlichen Ende des Priwalls. Wer heute entspannt am Strand Richtung Pötenitzer Wiek wandert, überquert die Stelle, an der einst Zäune und Wachtürme die Welt teilten.
- Der „Düsternbrook“: In diesem Bereich kann man noch heute die Spuren der ehemaligen Grenzbefestigungen erahnen. Es ist ein stilles Mahnmal dafür, dass diese Idylle nicht immer selbstverständlich war.
Natur pur: Das Grüne Band
Seit dem Mauerfall hat sich die Natur das Grenzgebiet zurückgeholt. Der Priwall ist heute Teil des Nationalen Naturmonuments „Grünes Band“.